Gefahr durch Zecken

Gerade in Wäldern mit ausgeprägter Kraut- bzw. Grasschicht – aber nicht nur dort – ist mit Zecken zu rechnen. Diese sitzen zumeist im Unterholz oder an Gräsern. Im Hinblick auf die Vermeidung von Bissen können sie einige einfache Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Vorsichtsmaßnahmen

  • Tragen sie festes Schuhwerk und lange, geschlossene Bekleidung

  • Ziehen sie die Socken über die Hosenbeine

  • Tragen sie helle Kleidung, Zecken sind darauf leichter auszumachen; Suchen sie nach dem Waldgang ihre Kleidung ab und entfernen ggf. „ungebetene Gäste“

  • Umgehen bzw. vermeiden sie Stücken mit hoher Grasschicht

  • Zecken beißen in der Regel bei Hautkontakt mit einem potentiellen Wirt nicht sofort, sondern suchen erst nach einer geeigneten Hautstelle, sie bevorzugen als Einstichstelle warme und weiche Hautstellen wie Kniekehlen, Armbeugen, Achselhöhlen, Hals und Kopf sowie den Intimbereich; Suchen sie deshalb möglichst unmittelbar nach der Pilztour ihren Körper gründlich nach Zecken ab

Maßnahmen bei einem Biss

Mit diesen Maßnahmen können sie das Risiko eines Zeckenbisses verringern, sollten sie dennoch einen Biss feststellen, so sollte die Zecke möglichst umgehend entfernt werden:

  • Greifen sie die Zecke mit einer spitzen Pinzette oder einer Zeckenzange vorn am Kopf, also möglichst nah an der Einstichstelle, und ziehen bzw. hebeln sie sie senkrecht heraus; ein Drehen der Zecke ist hierbei nicht erforderlich

  • Vermeiden sie, den Hinterleib der Zecke beim Herausziehen mit dem Greifwerkzeug zu erfassen, sie könnten diesen dabei quetschen, wodurch möglicherweise Stoffe aus dem Körperinneren der Zecke in die Wunde übertragen werden

  • Verwenden sie kein Öl oder andere Substanzen, um die Zecke abzutöten, auch hierbei besteht die Gefahr, dass – potentiell gefährlicher – Körperinhalt aus der Zecke in die Wunde übertragen wird

Krankheitsgefahr durch Zecken

Bei einem Zeckenbiss bzw. -stich besteht für den Menschen die Gefahr einer Infektion. Achten sie deshalb nach einem Biss auf das Auftreten möglicher Krankheitssymptome und suchen sie ggf. einen Arzt auf!

Neben einer Reihe weiterer – in Deutschland bzw. Mitteleuropa allerdings sehr seltener – durch Zecken übertragener Krankheitserreger sind die am häufigsten auftretenden Krankheiten in der Folge eines Zeckenbisses die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose.

Während für die Lyme-Borreliose von einer Ansteckungsgefährdung in allen Teilen Deutschlands auszugehen ist, gibt es bei der FSME bestimmte Risikogebiete, die vor allem im Süden Deutschlands liegen. Gegen die FSME besteht die Möglichkeit einer Schutzimpfung.

Weiterführende Informationen zur FSME und zur Lyme-Borreliose finden sie im rechten Teil dieser Seite.

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