Paxillus-Syndrom

Pilze, die das Paxillus-Syndrom hervorrufen, galten bis vor kurzer Zeit als essbar. Insbesondere der Kahle Krempling (Paxillus involutus) ist der Verursacher dieser Vergiftung, aber auch andere stehen im Verdacht, das Paxillus-Syndrom auszulösen (z.B. Suillus luteus).

Giftstoffe und Wirkung

Das Paxillus-Syndrom wird nicht durch einen konkreten Giftstoff ausgelöst, vielmehr handelt es sich bei diesem Syndrom um eine allergische Reaktion des Körpers auf bestimmte Substanzen (vergleichbar einer Lebensmittelallergie). Die Symptome treten deshalb in der Regel nicht nach einmaligem Verzehr auf. Welcher konkrete Wirkstoff die Allergie auslöst ist bisher nicht bekannt. Durch den Verzehr wird der Körper zur Bildung von Antikörpern angeregt, die bei folgenden Mahlzeiten als Immunreaktion zu den typischen Symptomen führen.

Welche Pilze bewirken die Vergiftung

  • Paxillus involutus (Kahler Krempling)
  • möglicherweise: Suillus luteus (Butterpilz)

Symptome

Nach wiederholtem Verzehr von entsprechenden Pilzen treten plötzlich innerhalb von 15 Minuten bis zu zwei Stunden starke Bauchkoliken, Brechdurchfälle, Hämolyse und manchmal auch Kreislaufkollaps und Nierenversagen auf. In schweren Fällen verläuft die Vergiftung tödlich. Oftmals hatten die Betroffenen auch schon bei vorherigen Mahlzeiten leichtere Symptome dieser Reaktion, diese wurden aber nicht in einen Zusammenhang mit den verzehrten Pilzen gebracht.

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