Psilocybin-Syndrom

Hervorgerufen wird diese Vergiftung durch sog. „Zauberpilze“, welche LSD-ähnliche Substanzen enthalten. In den 50iger Jahren wurde entdeckt, dass in Mexiko diese Pilze zu rituellen Zwecken verzehrt werden. Die Analyse der Pilze erbrachte LSD-ähnliche Inhaltsstoffe. Später wurden Pilze mit ähnlichen Giftstoffen auf der ganzen Welt gefunden.

Giftstoffe und Wirkung

Hautpsächlich verantwortlich für die Wirkung sind die Stoffe Psilocybin und Psilocin. Der Entdecker des LSD Albert Hofmann isolierte den Stoff in den 50iger Jahren aus Pilzen der Art P. mexicana.

Das Psilocybin erzeugt seine halluzinogene Wirkung schon bei Einnhame sehr geringer Mengen, bei ca. 5-10 mg Psylocybin treten schon deutliche Wahrnehmungsstörungen auf. Der Psylocybin-Gehalt der Pilze schwankt stark, liegt z.B. bei P. semilanceata bei ca. 1% des Trockengewichts. Die genaue Wirkungsweise ist noch nicht endgültig erforscht.  

Welche Pilze bewirken die Vergiftung

  • Psilocybe semilanceata (Spitzkegeliger Kahlkopf)
  • Psilocybe cyanescens (Blauender Kahlkopf)
  • Psilocybe azurescens (Stattlicher Kahlkopf)
  • Psilocybe bohemica (Böhmischer Kahlkopf)
  • Panaeolus cinctulus (Dunkelrandiger Düngerling)
  • Panaeolus cyanescens (Blauender Düngerling)
  • Inocybe aeruginascens (Grünlichverfärbender Rißpilz)
  • Pluteus salicinus (Graugrüner Dachpilz)
  • sowie einige Gymnopilus und Conocybe.
  • Ferner weitere Psilocybe, Panaeolus und Inocybe.

Symptome

Die ersten Wirkungen treten nach etwa einer halben Stunde ein und sind Hitzeanflüge und leichte Übelkeit. Deutlich später treten psychoaktive Wirkungen auf. Dazu gehören insbesondere eine Änderung der Farb- und Geräuschwahrnehmung, Euphorie- oder Angstzustände und Halluzinationen. Die Wirkung hält etwa 4-6 Stunden an und klingt in der Regel ohne Nachwirkungen aus.

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